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Forschungsschwerpunkt: Crowdworking

Unter Crowdworking verstehen wir vernetztes Arbeiten durch multimodale Mensch-Maschine- und Mensch-Mensch-Interaktion, bei dem nach dem Crowdsourcing-Prinzip in der Regel Internetnutzer Aufgaben und Projekte für Unternehmen bearbeiten, ohne bei diesen fest angestellt zu sein. Dies ermöglicht die Auslagerung von Aufgaben an eine Gruppe interessierter, freiwilliger Nutzer, die aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens an verschiedenen Standorten sein können. In der Literatur werden sie häufig auch als Clickworker bezeichnet.

Es ist zu erwarten, dass Croudworking zukünftig eine signifikante Rolle in Wertschöpfungsprozessen und somit im Arbeitsleben spielen wird. Daraus ergeben sich vielfältige Fragestellungen, die fast alle Wissenschaftsbereiche betreffen.

Projekte

Wirtschaftswissenschaften - Schneider, Maier, Engels

Im Bereich der Wirtschaftswissenschaften ist das Ziel des Promotionsvorhabens, zentrale Fragen der Nutzung von Crowdworking in den Unternehmen zu untersuchen. Die Ziel sind unter anderem:

  • Ermittlung der quantitativen Bedeutung und die Dynamik von Crowdworking
  • Betrachtung von Unternehmen als Nachfrager
  • Bedeutsamkeit von verschiedenen Crowdworking-Varianten und Arbeitsinhalten
  • Ermittlung wesentlicher Vertragsformen und des Anreizsystems für Crowdworker
  • Rekonstruktion der Einsatzlogik der neuen Arbeitsform in den Beschäftigungssystemen der Unternehmen.

Es werden zunächst explorative Interviews (mit Vertretern von Plattformen, von Gewerkschaften, tatsächlichen oder potenziellen Nachfragern, wissenschaftlichen Experten) geplant. Ergänzend werden sekundärstatistische Analysen z.B. Mikrozensus genutzt, um die quantitative Bedeutung von Crowdworkern und Vertragsformen wie der so genannten „Solo-Selbständigen“ zu klären. Von besonderem Interesse ist die Nachzeichnung der Dynamik in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum übrigen Bundesgebiet.

Zentral ist der Blick auf das Beschäftigungssystem des Unternehmens hier wichtig. Es sind Überlappungen zu und Interdependenzen mit anderen Beschäftigungsformen wie Leiharbeit oder Homeworking zu erwarten. Im Kontext des Beschäftigungssystems sollen zentrale Fragen geklärt werden: Welche Aufgaben werden in die Crowd verlagert? Sind es partialisierte Minijobs oder auch komplexe Tätigkeiten? Welche Anreize haben Crowdworker zur Mitarbeit, was Entgelt oder auch die Übernahme in reguläre Beschäftigung angeht? Das Projekt knüpft an vielen Stellen an die Dissertationsprojekte aus Informatik, Soziologie und Psychologie an.

Soziologie - Diewald, Maier, Engels
Psychologie - Maier, Schneider, Engels
Informatik - Software Engineering - Engels, Blömer, Rückert

Die Universität der Informationsgesellschaft