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Der Campus im Frühling.

Foto: Universität Paderborn, Kamil Glabica.

TP 1.2 Crowdworking im Rahmen des Wandels des Beschäftigungssystems als Konsequenz von Digitalisierung: Relevanz für Beschäftigungsbeziehungen, Ungleichheiten, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und Gesundheit

Hintergrund
Das Vorhaben ist ein Teilprojekt im Forschungsgebiet „Disruptive Veränderung von Arbeitsprozessen: Partialisierung und Crowdworking“ des Forschungsschwerpunkts „Digitale Zukunft“. Crowdworking ist eine neue Form der Arbeitsorganisation, bei der über eine Online-Plattform Arbeitsaufgaben anhand eines offenen Aufrufs an eine heterogene Gruppe – die Crowd – vergeben werden. Die Auswirkungen von Crowdworking auf die Arbeitsgestaltung durch die Arbeitgeber sowie die Lebensgestaltung der Arbeitnehmer werden aus der Sicht verschiedener Disziplinen untersucht. Dadurch sollen die Gestaltungsmöglichkeiten digitalisierter Arbeitsprozesse erkannt und hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken bewertet werden können.

Crowdworking stellt eine im Rahmen des digitalen technischen Fortschritts möglich gewordene Beschäftigungsform dar, über deren Relevanz im deutschen Beschäftigungssystem bisher wenig empirisch belegte Aussagen möglich sind.  Im Rahmen von Erhebungen sollen beispielsweise Erkenntnisse dazu gewonnen werden, unter welchen beruflichen und privaten Voraussetzungen Crowdworking ausgeübt wird, ob sich durch die örtliche und zeitliche Flexibilität die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessert oder inwieweit Crowdworker von bekannten Belastungen wie Zeitdruck, Unsicherheit usw. betroffen sind.

Neben der Untersuchung, ob Crowdworking bzw. ähnliche Formen der Umverteilung von Arbeitsaufgaben bereits eine signifikante Rolle in der Wirtschaft spielen, wird thematisiert, wie sich die Nutzung von Crowdworking auf Betriebsebene auf soziale Ungleichheiten innerhalb und zwischen Betrieben auswirkt.

Ziele des Vorhabens
Im Rahmen des Projekts wird auf der Basis quantitativer Befragungsdaten die Relevanz von Crowdworking für Beschäftigungsbeziehungen, für soziale Ungleichheiten, für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie für die individuelle Gesundheit untersucht. Eine der zentralen Fragen dabei ist, wie Crowdworking im Bezug zu anderen Beschäftigungsformen, vor allem „regulärer“ Beschäftigung in vergleichbaren Tätigkeiten, steht und inwiefern Tätigkeiten, Berufe oder Beschäftigungsstrukturen durch Crowdworking substituiert werden (können). Auf betrieblicher Ebene geht es darum zu analysieren, welche Unternehmen unter welchen Bedingungen Crowdworking bzw. ähnliche Formen der Umverteilung von Arbeitsaufgaben nutzen.

Methoden und Interdisziplinarität
Im Forschungsvorhaben werden quantitative Befragungsdaten aus verschiedenen Erhebungen sowohl unter Beschäftigten als auch unter Unternehmen mit multivariaten Querschnitt- und Längsschnittmodellen sowie Mehrebenenmodellen ausgewertet. Das Teilprojekt wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Soziologie bearbeitet, ist jedoch eng mit den parallelen Arbeiten im Bereich der Psychologie und Wirtschaftswissenschaften verbunden.

Ansprechpersonen

Prof. Dr. Martin Diewald
E-Mail: martin.diewald(at)uni-bielefeld(dot)de

Jun.-Prof. Dr. Anja Abendroth
E-Mail: anja.abendroth(at)uni-bielefeld(dot)de    

Dr. Mareike Reimann
E-Mail: mareike.reimann(at)uni-bielefeld(dot)de

Sarah Brunsmeier
E-Mail: sarah.brunsmeier(at)uni-bielefeld(dot)de

Universität Bielefeld
Fakultät für Soziologie

Die Universität der Informationsgesellschaft