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Der Campus im Frühling.

Foto: Universität Paderborn, Kamil Glabica.

Entwicklung einer Technologie zur Verbesserung von Crowdsourcing-Prozessen

Hintergrund
Das Vorhaben ist ein Teilprojekt im Forschungsgebiet „Disruptive Veränderung von Arbeitsprozessen: Partialisierung und Crowdworking“ des Forschungsschwerpunkts „Digitale Zukunft“. Crowdworking ist eine neue Form der Arbeitsorganisation, bei der über eine Online-Plattform Arbeitsaufgaben anhand eines offenen Aufrufs an eine heterogene Gruppe – die Crowd – vergeben werden. Die Auswirkungen von Crowdworking auf die Arbeitsgestaltung durch die Arbeitgeber sowie die Lebensgestaltung der Arbeitnehmer werden aus der Sicht verschiedener Disziplinen untersucht. Dadurch sollen die Gestaltungsmöglichkeiten digitalisierter Arbeitsprozesse erkannt und hinsichtlich ihrer Chancen und Risiken bewertet werden können.

Crowdworking-Plattformen vermitteln zwischen den Auftraggebern und den Crowdworkern, die die Aufgaben i.d.R. anonym und in einer distanzierte Art und Weise bearbeiten. Unter diesen Bedingungen funktioniert die Zusammenarbeit nicht immer gut. Das hat einen beträchtlichen Einfluss auf die Qualität der erarbeiteten Lösungen.

Ziel des Vorhabens
Das Ziel des Teilprojekts besteht darin, eine Technologie zu entwickeln, die das Arbeitsverhältnis zwischen Auftraggeber und Crowdworker so verbessert, dass die Crowdsourcing-Prozesse erfolgreicher werden. In einem ersten wichtigen Schritt wurden die aus der Sicht der Crowdworker aktuell bestehenden Probleme und deren Bedeutung im Crowdsourcing-Prozess erforscht.

Methoden und Interdisziplinarität
Im ersten Schritt wurden zwei einander ergänzende Forschungsansätze kombiniert. Zum einen wurden im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche die bereits diskutierten bzw. publizierten Probleme beim Crowdsourcing erfasst und strukturiert. Die veröffentlichten Erkenntnisse beruhen vor allem auf Interviews mit und Online-Befragungen von Crowdworkern. Im zweiten Ansatz wurde eine empirische Analyse durchgeführt. Sie nutzte eine auf Techniken des maschinellen Lernens basierende Textanalyse von Äußerungen der Crowdworker im Online-Forum Turkopticon. Turkopticon ist ein Angebot für Crowdworker, die auf der Plattform Amazon Mechanical Turk aktiv sind. Das Forum wird dazu genutzt, Erfahrungen auszutauschen und Auftraggeber zu bewerten. Um die Wichtigkeit einzelner Themen einstufen zu können, wurde von der Annahme ausgegangen, dass die Häufigkeit bestimmter Äußerungen direkt mit deren Bedeutung zusammenhängt. 

Das Projekt ist im Bereich der Informatik angesiedelt, berücksichtigt aber, wie beschrieben, die Ergebnisse der anderen Disziplinen in direkter Weise.

Ansprechpersonen

Prof. Dr. Gregor Engels
E-Mail: engels(at)uni-paderborn(dot)de

Jun.-Prof. Dr. Henning Wachsmuth
E-Mail: henningw(at)upb(dot)de 

Zahra Nouri
E-Mail: znouri(at)mail.upb(dot)de

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